#54 Migration der Milliarden: Tierwanderung wird größtes Forschungsprojekt der Welt
Shownotes
Hey, Willkommen zur Staffel 6 der KETTENREAKTION! Wir starten nach der Sommerpause mit einem richtig riesigen Thema. Geografisch betrachtet sogar mit dem größten überhaupt, denn es reicht von der Tiefsee bis in den Weltraum. Das ICARUS-Projekt will Millionen Tiere zu Lande, zu Wasser und in der Luft mit Sendern ausstatten, vom Schmetterling bis zum Wal, um zu verstehen, warum Tiere wandern. Wenn das gelingt, könnte uns dieses Projekt völlig neue Erkenntnisse darüber bescheren, wie das Natursystem der Erde funktioniert. Und vielleicht ließen sich mit den Daten sogar Seuchen und Klimaveränderungen vorhersagen. Die Forscher träumen davon, Tiere zu lebenden Sensoren zu machen, die uns helfen, die Welt besser zu verstehen. Diese Folge der KETTENREAKTION nimmt Euch mit um die ganze Welt!
Das Ganze könnte Ihr auch als Film sehen: Am 28.09. um 20:15 Uhr im Ersten. Erlebnis Erde. Das Geheimnis der Tierwanderungen.
Tickets für die Liveshow bekommt Ihr hier: https://www.eventim.de/artist/dirk-steffens
Die KETTENREAKTION ist eine unabhängige Podcast-Produktion von Sabine und Dirk Steffens. Audioproduktion und Sounddesign: Stefan Strüber und Matthias Strüber Redaktion: Jan Biekehoer Sponsoring: Polarstern, München https://www.polarstern-energie.de/oekostrom
Transkript anzeigen
00:00:05: Das Internet der Tiere.
00:00:07: Was Menschen von wandern den Tieren über die Zukunft der Erde lernen können, hier ist die Kettenreaktion.
00:00:23: Sag mal Sabine du bist doch gebürtige Münchnerin ne?
00:00:26: Du weißt doch wahrscheinlich wie viele Einwohner hat Mönchen in so.
00:00:29: Aber so ganz aktuell also als ich ein Mädchen war waren wir glaube ich noch knapp unter einer Million aber da sind wir natürlich schon längst drüber.
00:00:36: Okay eins Komma fünf Millionen
00:00:39: Ui, ja siehst du was hier so schön ist.
00:00:41: Wollen
00:00:41: alle her?
00:00:42: Ja und noch eine Frage!
00:00:43: Du kennst doch ganz bestimmt diesen berühmten Comedy-Spot oder da muss man auch Satire sagen von uns hat elf ein Münchner im Himmel von Ludwig Thoma kennst du ne?
00:00:52: Logisch!
00:00:53: Den kennt ihr jeder!
00:00:54: Ach das ist ein ganz herzlicher Spot.
00:00:56: Da wurde der Dienstmann Alois Hingal am Münchener Hauptbahnhof.
00:01:01: Was ist denn eigentlich ein Dienstmann?
00:01:06: Den hat der Schlag getroffen und dann ist er in den Himmel gekommen.
00:01:09: Und der Petrus hat ihm erklärt, was er da tun soll... ...und dann saß er auf seiner Wolke und sollte ganz viele Stunden froh locken!
00:01:17: Dann hat er auch ganz freudig angefangen Halleluja!
00:01:20: Und dann ist es sehr schnell, sehr sauer geworden weil er kein Bier gekriegt hat.
00:01:24: Und dann hat er so laut sich beschwert, dass der liebe Gott auf ihn aufmerksam geworden ist.
00:01:35: Dann hat er sich geweigert, er möchte kein Manna essen sondern lieber ein Bier und so
00:01:40: weiter.
00:01:41: Ganz typisch Münchner darf ich als Immigrant in Bayern vielleicht sagen.
00:01:45: also so schön es hier ist und so sehe ich die Menschen mal gute Laune ist nicht unbedingt die Stärke der München an Müncherin.
00:01:51: Entschuldigung, liebe Münchner, ich bin mit einer Verheiratete.
00:01:54: Das ist wirklich nicht böse gemeint!
00:01:55: Aber selbst der Liebe Gott war genervt von diesem grantelnden Münchler.
00:01:59: und dann schickt er den Alois zurück auf die Erde dem Auftrag göttlicher Ratschläge an die Bayerische Regierung zu überbringen.
00:02:05: aber... Damit
00:02:06: er ab und zu mal ein echtes Bier trinkt?
00:02:08: Ja,
00:02:08: aber was passiert da?
00:02:09: natürlich beim echten Bier trinken?
00:02:10: Der Alois versagt natürlich wieder am Wirtshaus Und das führt zur berühmten Pointe dieses Scherzes.
00:02:17: Die bayerische Staatsregierung wartet bis heute vergeblich auf die göttliche Eingebung, eben weiter erlöscht weder sauft im Wirtshaus.
00:02:25: Aber
00:02:25: genau, das ist aktuell wie nie.
00:02:30: Die bisschen göttlichen Eingebungen könnte man unserer Regierung schon mal...
00:02:34: Ja, die warten jetzt seit über hundert Jahren drauf!
00:02:36: Gut aber abgeschwiffen sind wir?
00:02:38: Es ging eigentlich um etwas anderes.
00:02:40: also wir haben gesagt, dass es eine Million Münchner gibt und jetzt stell dir mal vor liebe Sabine alle Münchners würden gleichzeitig im Himmel sein, wie der Alois.
00:02:49: Nur noch lebendig!
00:02:50: Gott bewahre...
00:02:51: Ja aber so ist es auf dieser Welt.
00:02:54: in jedem gegebenen Moment befinden sich aktuell auf dem Planeten Erde ungefähr eins Komma fünf Millionen Menschen Im himmel und die leben alle noch wohl gemerkt denn die sitzen in verkehrsflugzeugen.
00:03:05: also Die Einwohnerzahl von München als vergleich So viele menschen sind ständig in Flugzeugen im himmel über der erde unterwegs.
00:03:14: Ist das nicht Wahnsinn?
00:03:17: Das ist schon eine unvorstellbare Zahl.
00:03:20: So und da schließt sich jetzt der Kreis ein bisschen zu unserem heutigen Thema, wir reden nämlich über Reisende nicht nur bei Menschen eigentlich nicht Menschen sondern Tiere!
00:03:30: Und so wie Zugvögel sind auch eben diese Menschen im Himmel dauern unterwegs.
00:03:35: aber es geht um tatsächlich Migrationen, um Tierwanderungen Und ja, der Mensch ist ja so gesehen auch von Natur aus ein echter Wanderer-Wandervogel.
00:03:45: Ja das ist tatsächlich unsere Natur.
00:03:46: Das steckt ganz tief in unseren Genen.
00:03:49: da schwingt wahrscheinlich ein Millionen Jahre altes nomadisches Erbe in uns weiter und vielleicht jetzt dieses nomadische Erbe einer der Gründe dafür dass die Reisebranche – das haben wir ja neulich im Podcast über die Bedeutung des Reisens für die Ökologie auf der Welt beschrieben – dass die reisebranche wahrscheinlich die größte Industrie der Welt ist, warum Vanlife und Camping und Bauschal reisen und Kreuzfahrten und all das zu boomen.
00:04:13: Also wer Reiseluss und Fernweh kennt, der folgt dabei wahrscheinlich nur oder vielleicht nur ganz alten Instinkten.
00:04:21: Heute ist es menschliche Reisen meistens sinnlos so gesehen also ein Spaßprojekt aber subjektiv ist es immer noch super!
00:04:30: Ja wirklich super wir lieben's ja auch.
00:04:32: Wir waren gerade auch am Wochenende wieder unterwegs in der Schweiz mit unserem kleinen Campingbus Und wir sind ja auch total gern beruflich auf Expedition unterwegs und die meisten Menschen lieben es ja auch mal woanders zu sein.
00:04:45: Und ja, du hast das gesagt vielleicht ist diese Reisenlust ja auch ein Erbe aus unserer Nomadenzeit.
00:04:51: Gott sei Dank möchte man fast sagen sonst würden wir heute immer noch dort am Lagerfeuer sitzen und hätten die Erde nicht besiedelt.
00:04:57: Auf jeden Fall haben wir damit einen gewaltigen Vorteil gegenüber Lebewesen, die nicht so mobil sind
00:05:05: Z.B.?
00:05:06: Ja, Pflanzen wobei?
00:05:07: Pflanzen da wandert halt nicht das einzelne Individuum aber so eine ganze Art bewegt sich natürlich schon über dem Globus dann durch ihre Samen.
00:05:15: trotzdem jemand der vier Füße hat oder flossen oder Flügel oder wie wir zwei Beine ist gut unterwegs auf der Erde meistens oft es wegen Nahrungsressourcen oder auch wegen territorialen Geschichten.
00:05:28: man kann einfach mal woanders hingehen und Reisen und Wandern und umherziehen ist also wirklich eine Überlebenstechnik.
00:05:35: Bei vielen Tierarten ist das ja immer noch so, bei uns ist es nur noch ein Spaßprojekt aber bei vielen Tierartnern ist das immer nochso.
00:05:41: die müssen wandern weil sie Nahrung suchen oder sich fortpflanzen wollen weil sie vielleicht auch wegen der Jahreszeiten den Aufenthaltsort ändern müssen weil's zu kalt wird oder zu heißes gibt viele verschiedene Gründe die zur Tiermigration führen.
00:05:52: für die einzelnen Tiere und die Tierarten isst das eher egoistisches Motiv.
00:05:57: Aber dass sie wandern ist dann zum Nutzen aller Lebewesen auf diesen Planeten und das können wir nachher noch ein bisschen genauer erklären.
00:06:28: Ich bin Sabine Steffens.
00:06:30: Und ich bin der Dirk dazu!
00:06:48: Wir freuen uns, dass ihr wieder dabei seid.
00:06:50: heute geht's so richtig los nach der Sommerpause.
00:06:52: wahrscheinlich wart ihr auch viel unterwegs.
00:06:54: seid vielleicht ein bisschen verreist schreibt es uns auch gerne in die Kommentare.
00:06:58: ja heute reden wir wie gesagt über das größte Wissenschaftsprojekt der Welt.
00:07:05: Okay auf jeden Fall ist es geografisch so und logistisch auch so.
00:07:10: Es heißt Icarus.
00:07:11: Ist
00:07:12: ja auch ein bombastischer Name, kennt man vielleicht noch aus der griechischen Mythologie Daedalus und seinen Sohn Icaros eben.
00:07:20: die waren in der griesischen Antike auf Kreta gefangen also die Legende so der Mythos und wollten fliehen.
00:07:25: und dann haben sie sich selber Flügel gebastelt aus Federn und Wachs.
00:07:30: und Papa Daedalous hat Sohn Ikarus immer schon gewarnt Du darfst nicht zu tief fliegen und auch nicht so hoch, dann kann man abstürzen.
00:07:36: Aber kaum in der Luft berauscht sich der Icarus am Fliegen steigt immer höher und höher und her und je höher es steigt desto näher kommt er der Sonne.
00:07:44: die Sonne schmilzt das Wachs die Flügel die künstlichen fallen auseinander Icaros fällt ins Meer Bums aus totende Gelände.
00:07:51: Und heute ist diese Geschichte aus der griechischen Mythologie bis Heute eine Metapher für die menschliche Hybris dass man mit der Technik die Gesetze der Natur überwinden können.
00:08:03: Also passt ganz gut zu unserem Podcast!
00:08:05: Der Mensch ist ja manchmal besoffen von den eigenen Fähigkeiten, aber genau deshalb droht er auch immer wieder zu scheitern.
00:08:11: Schreibt da mit C und Ja man kann sagen es ist tatsächlich schon ein Überfliegerprojekt und man ist berauscht von den Möglichkeiten, die es bietet.
00:08:20: Icarus isst eine Abkürzung für International Cooperation for Animal Research Using Space.
00:08:33: Und die Idee ist es, Millionen Tiere mit winzigen Sendern auszustatten und ihre Bewegungen über Satelliten zu verfolgen – und dadurch entsteht was Icarus-Chef Martin Wieckelski das Internet der Tiere nennt!
00:08:48: Und es ist buchstäblich das größte Forschungsprojekt, wenn man mal überlegt wo sie überall forschen.
00:08:54: Nämlich von der Tiefsee über alle Kontinente in den Luftraum sogar bis ins Weltall.
00:09:00: also ein wirklich riesiger Blick auf das irdische Leben insgesamt.
00:09:05: Zu Beginn können wir erstmal feststellen leben heißt Bewegung und auch in diesem Moment liebe Freunde indem ihr diesen Podcast hört sind überall auf diesen Planeten zu Lande, zu Wasser Milliarden Tiere unterwegs in genau diesem Moment.
00:09:19: Vögel überqueren gerade Kontinente, Wale durchstreifen die Ozeane und Knus folgen dem Regen und dem frischen Gras Schmetterlinge fliegen tausende Kilometer weit und Lachse suchen den Weg zurück in die Flüsse, in denen sie mal aus dem Ei geschlüpft sind.
00:09:34: aber warum machen wir das?
00:09:35: Und woher wissen Sie eigentlich wohin Sie müssen?
00:09:38: Wir können wenn wir das erfahren viel über diesen Planeten erfahren Wenn wir all diese Bewegungen beobachten könnten.
00:09:47: Und zunächst müssen wir vielleicht mal erklären, was ist eine Tierwanderung und was nicht?
00:09:52: Also wenn ein Reh morgens durch den Wald streift und ein bisschen Blätter sucht oder Gras sucht.
00:09:57: Das ist jetzt noch keine Migration sondern der Begriff Migration bezeichnet typischerweise eine gerichtete häufig saisonal wiederkehrende Bewegung zwischen verschiedenen Lebensräumen.
00:10:09: Sehr schön gesagt, sie hört sich manchmal an als sei ich mit Wikipedia verheiratet.
00:10:12: Aber das ist also ungefähr das biologische Equivalent zu im Winter Mallorca im Sommer Sylt oder?
00:10:18: Ja!
00:10:19: Nein weil wir Menschen können ja dann immer auswählen wo wir hin fahren und uns verschiedene Orte suchen.
00:10:25: bei den Tieren es ist ja meistens schon wie so eine genetische Information ins Gehirn programmiert und die Route steht zur Halbwegs fest.
00:10:35: Dafür gibt es natürlich einen evolutionären Grund, da ist ein bestimmter Druck dahinter und im Wesentlichen geht das meistens dabei um Nahrung, um Fortpflanzung oder eben um Umweltbedingungen auszuweichen oder ihnen zu folgen.
00:10:49: Ja, das Leben hat hier ein ganz grundsätzliches Problem – der beste Ort zum Fressen ist nicht gleichzeitig unbedingt der beste Ord für den Nachwuchs!
00:10:56: Der beste Ort im Sommer ist nicht automatisch auch im Winter der beste ort, um sich aufzuhalten.
00:11:02: Immer wenn man in diesem Konflikt gerät als Tier, als Lebewesen dann hat man zwei Möglichkeiten.
00:11:06: Entweder man hält es aus so wie es ist und bleibt wo man ist oder man haut ab.
00:11:12: Genau also wenn man das so sieht ist Migration eine sehr sehr schlaue evolutionäre Strategie räumlich-und zeitlich wechselnde Ressourcen gut auszunutzen.
00:11:21: Es wandern ja lange nicht alle Tierartens hast du ja gerade gesagt aber in ganz vielen unterschiedlichen Tiergruppen ist das eben parallel entstanden Universelles Erfolgskonzept.
00:11:33: Es gibt es eben bei Säugetieren, Vögeln, Fischenriptilien, Krebstierren usw.
00:11:37: Ja die Evolution hat das Reisen ziemlich oft erfunden und im Grunde hat der Mensch dann nur noch das Verteilen von Bonusmalen dazu getan.
00:11:44: also dass ist keine Idee von uns sich auf den Weg zu machen und zu reißen.
00:11:48: Wenn wir an Tierwanderung denken dann entsteht in euren Köpfen wahrscheinlich folgendes Bild Und das ist ja auch nicht falsch.
00:12:02: Tatsächlich sind diese Genuwanderungen ungefähr anderthalb Millionen Tiere, die sich da jedes Jahr auf den Weg machen.
00:12:08: Das ist die größte Wanderung von Landzeugern auf dem Planeten Erde und wir haben das vor kurzem filmen dürfen.
00:12:15: Sabine Wir waren mal wieder da in Kenia in diesem Fall in der Masse ein Mara und es ist wirklich so wie ihr das liebe Freunde in den Tierfilmen seht dass es nicht geschönt oder oder.
00:12:24: das ist nicht eine seltene Aufnahme.
00:12:26: So sieht's dann wirklich aus!
00:12:27: Es ist auch wirklich eins glaube ich beeindruckendsten Naturerlebnisse, die wir so mit eigenen Augen miterleben dürfen.
00:12:34: Man steht da so jeden Morgen bei Sonnenaufgang zwischen diesen Millionen Tieren... Da sind ja nicht nur Gnus, das sind Zebras, da sind andere Antilopen und die sind alle in Bewegung.
00:12:44: Man hat wirklich das Gefühl, da ist die Welt noch in Ordnung, es tickt Afrika noch so wie's soll!
00:12:50: Und das Dofe ist für diese Tiere dieser Fluss im Weg der Marafluss Der Marafluss und dann staunen sich da die Herden, haben Angst darüber zu gehen.
00:12:59: Aber dieser Reisezwang also diese Migrationsdrang den die Tiere verspüren der ist so stark dass er eben sie dazu bringt über diesen Fluss zu gehen obwohl da die ganzen Raubtiere lauern die Krokodile im fluss, die Löwen auf der anderen Seite die Leoparden... Also es ist auch wirklich ein Gemetzel aber Trotzdem gehen die meisten Tiere darüber, das
00:13:21: zu sehen.
00:13:22: Aber ich kann es mir vorstellen also wenn ich da stehen würde du hast eine Million Artgenossen hinter dir die schieben ja auch als.
00:13:28: ich kenne dieses Gefühl ein bisschen aus dem Fußballstadion.
00:13:31: da hat man dann manchmal auch keine Wahl mehr.
00:13:32: aber auf jeden Fall wusste Sabine der in all diesen Filmen die wir zusammen machen die Regie macht die wusste gar nicht wo sie zuerst hin filmen sollte wofür sich entschieden hat.
00:13:40: das könnt ihr euch selbst angucken.
00:13:42: und wir haben dass für die ARD für Erlebnis Erde gedreht am achtundzwanzigsten September um zwanzig Uhr fünfzehn im ersten.
00:13:49: Und wer das nicht guckt, ich meine ja okay, selbst schuld.
00:13:51: Also das ist jetzt mal ein Tierfilm.
00:13:53: Superlativ!
00:13:53: Ja superlativ
00:13:54: ist einfach toll.
00:13:55: Also den Sendetamin schreiben wir auch noch nicht schonen aus oder?
00:13:57: Auf jeden Fall.
00:13:58: Also jedenfalls sind da Millionen Gnus zusammen mit Zebras und Garzellen usw.
00:14:03: quer durchs Serengeti Mara Ökosystem unterwegs.
00:14:06: Und dieser Roundtrip legen sie jährlich etwa tausend Kilometer zurück.
00:14:11: Das liegt an den Regenfällen die verschieden verteilt sind über dieses große Ökosystem und wo der Regen fällt, wächst frisches Gras.
00:14:19: Und diese Genus sind immer auf der Suche nach dem frischen
00:14:22: Gras.".
00:14:22: Es geht ums Fressen!
00:14:23: Aber man muss noch mal gedanklich einen Schritt zurückmachen – die Genus wissen ja gar nicht dass sie jetzt nach Kenia wollen, wo sie hinwollen... Das ist das Grasland.
00:14:32: Also sie folgen einfach dem Futter, also sie haben kein bestimmtes Ziel sondern sie folgten einfach dem Angebot.
00:14:38: Diese Megawanderung die dabei entsteht, die es nicht nur für uns Menschen zum Anstaunen schön, sondern sie ist für uns auch wichtig und ich schiebe jetzt schon mal hier im vorderen Teil unserer heutigen Sendung der kleine Minikettenreaktion ein.
00:14:51: Also wenn die Regensaison kommt, gibt es frisches Gras.
00:14:54: Die löst die Tierwanderung aus und dann laufen Millionen Pflanzenfresser durch die Gegend fressen, düngern und zertrampeln die Vegetation.
00:15:01: das hält Büsche und Bäume klein.
00:15:04: dadurch bleiben die offenen Savannen erhalten und der Effekt dieser Wanderungen auf das Ökosystem speichert jedes Jahr Millionen Tonnen CO².
00:15:13: also diese Tierwunderung ist neben ihrer Schönheit auch noch gut fürs Klima Ist ja nicht mal aufgefallen, genugnugnu.
00:15:28: Dass die Genus heißen wie sie klingen, das finde ich zumindest.
00:15:30: also es ist ein onomatopoetischer Name.
00:15:33: Ein lautmalerischer Name für einen Tier.
00:15:36: Das ist ganz lustig!
00:15:36: Also dann würde der Schwein nicht Schweine heißen sondern...
00:15:40: Ja aber immerhin heißt die Kuh Kuh vielleicht wegen dem Mu auch?
00:15:43: Okay also das ist jetzt ein bisschen unwissenschaftlich.
00:15:46: naja jedenfalls Die Genuss, die zweihundert Kilogramm schweren Genuss werden von einem hundert Gramm leichten Vogel geschlagen wenn wir über Entfernungen reden und zwar die wunderschöne Küstenseeschwalbe.
00:16:02: Ja,
00:16:02: die Königin der fernreißenden.
00:16:05: Hundert Grammen?
00:16:07: Ne genau so viel wie eine Tafelschokolade!
00:16:09: Ja es ist wirklich ein zierlicher hübscher Vogel.
00:16:12: Ihr habt ihn vielleicht auch schon mal bei uns an den Küsten gesehen.
00:16:14: Aber der schießt den Vogel ab, muss man sagen!
00:16:17: Er pendelt nämlich zwischen der Arktis und der Antarktis also quasi die maximale Entfernung, die wir auf der Erde haben from Pole to Pole.
00:16:26: Und das macht er jedes Jahr.
00:16:29: Also bei Küstenseeschwalben.
00:16:31: jährlich ungefähr neunzigtausend Kilometer können sie reisen Das sind mehr als zweimal rund um die Erde.
00:16:39: Und jetzt muss man noch dazu wissen Die machen das nicht nur einmal im Leben, sondern jedes Jahr und die werden dreißig Jahre alt.
00:16:46: Überlegen mal, da kommen Millionen Kilometer zusammen!
00:16:50: Tja... Da ist der Senatostatus sicher?
00:16:52: Der wird wirklich überleben.
00:16:53: zum Vielfliegerprogramm.
00:16:54: Von mir kriegt die Küstensäschwalbe den Senatostatus auf Lebenszeit keine Frage.
00:16:58: Auf jeden Fall.
00:16:59: aber sie macht es nicht nonstop mit einer Tankfüllung so wie ein paar große Flugzeuge das vielleicht könnten.
00:17:04: Sondern nein Sie machen unterwegs Rast Und futtern Fische und ruhen sich aus Zum Beispiel in Westafrika, da sieht man sie gerne an der Küste auch.
00:17:13: Fressen Sie Grill und kleine Fische?
00:17:15: Ja!
00:17:16: Aber es gibt noch einen anderen Vogel, der ist noch viel extremer was Non-Stop Flüge angeht... Die Pfuhlschnäpfe!
00:17:24: Ja die Pfuchelschnäppe völlig zu unrecht... Schlimmer Name!
00:17:27: Sorry!
00:17:28: Und völlig zu unrecht ein eher unbekannter Vogel.
00:17:31: aber es gibt einen ganz tollen Fall.
00:17:32: also für mich persönlich ist die Pfuelschnöpfe seither ja auch ein ganz großer Held.
00:17:36: In den letzten Jahren wurde eine junge Pfuhlschnäpfe mit einem Satellitensender ausgestattet.
00:17:41: Dieser Vogel startete in Alaska und landete dann in Tasmanien, das konnte man ja jetzt tracken.
00:17:49: Wenn man mal kurz auf den Globus guckt dazwischen zwischen Alaska und Tasmanian ist was der Pacific.
00:17:54: Dreizehntausend fünfhundert Kilometer ist das kleine Tierchen geflogen.
00:17:58: elf Tage und eine Stunde lang war es ununterbrochen in der Luft kein Futter keine Pause.
00:18:04: also im Vergleich dazu Ist jeder menschliche Marathonläufer mit seinen paar Energieriegeln wirklich eine biologisch-armselige Wandererscheinung?
00:18:12: Ich würde sie nicht Fulschnepfen nennen, sondern Superwoman vielleicht.
00:18:17: Da sind ein paar sehr interessante Details noch zu erwähnen.
00:18:20: Dieses Tier war erst fünf Monate alt also es war seine erste große Reise und das bedeutet ja die müssen das im Gehirn wirklich verankert haben weil es gibt ja niemand der ihnen das zeigt.
00:18:30: Vor solchen Langstreckenflügen können Zugvögel ganz erhebliche Fettreserven aufbauen.
00:18:36: Wobei das hat hier Grenzen, ich meine ein fetter Vogel kann nicht fliegen um es mal ganz wissenschaftlich
00:18:40: zu formulieren.
00:18:41: Ja, er kommt da nicht mehr hoch genau, stimmt.
00:18:42: Kann man nicht übertreiben?
00:18:43: Muss man die Balance treffen!
00:18:44: Interessant ist auch dass Zugvögeln vermutlich wie andere Vogelarten auch die Fähigkeit haben im Flug zu schlafen weil sie können das nämlich wie ganz wenige Tierarten mit Einer Gehirnhälfte abwechseln, also da schläft dann nur die eine Gehirnhälfte und die andere funktioniert weiter.
00:19:02: Damit sie halt unter Kegen fliegen oder abstürzen.
00:19:05: Kennt man eigentlich von Delfinen oder Weiden aber Vögel können es auch.
00:19:09: Ich habe bei einigen Kolleginnen und Kollegen manchmal früher das Gefühl gehabt, dass sie das auch können.
00:19:13: Aber egal!
00:19:15: Also jedenfalls, die können sich fett anfressen vor solchen Langstreckenflügen Tatsächlich auch ihre Organe und Muskelmassen dementsprechend verändern.
00:19:24: Also der ganze Organismus wird für die Migration physiologisch umgebaut, das ist wirklich faszinierend!
00:19:29: Ja es ist dann so ein evolutionärer Leichtbau also im Grunde so als würde ich eine Unterhose weniger einpacken bei der nächsten Reise um mein Koffer leicht zu halten.
00:19:36: Ja
00:19:37: eher jetzt würdest du deine Knochenhol machen oder sowas?
00:19:40: Ja Tiere optimieren tatsächlich ihre Organee und natürlich sind Vögel die Langstrecken Champions.
00:19:45: das ist naheliegend, Gnus und Zebra Auf dem Land immerhin die Afrikameister, aber die weltgrößte Wanderung.
00:19:53: Die findet noch ganz woanders statt und ist so erstaunlich dass sie eine eigene Nerdbox verdient.
00:19:59: Sabine, dein Auftritt!
00:20:00: Und zwar ist die größteregelmäßige Tierwanderung unseres Planeten Unterwasser in den Ozeanen.
00:20:08: Die heißt auch Dial Vertical Migration DVM – die tägliche Vertikal-Wanderung.
00:20:15: Jede Nacht wandert das Zoo Plankton, das sind kleine Krebstierchen und andere Organismen aus den tiefen Wasserschichten Richtung Oberfläche.
00:20:24: Denn an der Oberflächen ist viel Nahrung, viele Nährstoffe.
00:20:28: aber es gibt dort auch ein Problem – es ist hell, es ist lichtdurch flutet Und wer gesehen wird, der wird ja auch leichter gefressen.
00:20:34: Deshalb kommen die nur bei Dunkelheit hoch und gehen tagsüber auf mehrere hundert Meter Tiefe.
00:20:40: Diese tägliche Pendelbewegungen bewegt Biomasse von mehreren Milliarden Tonnen, als es wirklich die größte Tierwanderung der Erde und die beeinflusst den globalen Kohlenstoffkreislauf maßgeblich.
00:20:53: Denn die Tiere nehmen an der Oberfläche Kohlenstoff auf über ihre Nahrung und transportieren ihn eben in tiefere Wasserschichten – das nennt man auch die biologische Kohlendstoffpumpe!
00:21:03: Denn wenn diese Tiere sterben, sinken sie auch auf dem Meeresboden und nehmen diesen ganzen Kohlenstock mit nach unten.
00:21:11: Geschätzt?
00:21:12: Eine Milliarde Tonne Kohlenstoff, die da von der Oberfläche in die Tiefe gelangen.
00:21:17: Ja also es ist tatsächlich wie bei den wanderten Genuss nur noch sehr viel mehr.
00:21:23: Es ist wichtig und gut für unser
00:21:25: Weltklima.".
00:21:26: Und da haben wir auch schon die erste Kernbotschaft dieser Folge.
00:21:28: Tierwanderungen finden nicht nur durch- und innökosystemen statt sondern sie formen die Ökosysteme, sie formeln Landschaften Und erst dadurch ist die Erde für uns Menschen so schön und lebenswert wie wir sie heute erleben.
00:21:41: Also Leben braucht Bewegung!
00:21:44: Das wissen wir.
00:21:45: aber, woher wissen die Tiere wann und wohin sie ziehen soll?
00:21:49: Also zum Beispiel diese fünf Monate alte Pfulschnöpfe – ich meine über den Pazifik, dreizehntausend Kilometer Wasser.
00:21:54: das sind keine Landmarken, keine Leuchttürme, kein Schilder.
00:21:56: Google Maps hat sie auch nicht, aber sie hat sich nicht verflogen.
00:22:00: Das ist faszinierend.
00:22:00: Es scheint den Tieren wirklich in die Erbanlage reinprogrammiert zu sein, dass sie das wie eine Instinkthandlung einfach ausführen können.
00:22:08: Dass Sie fliegen?
00:22:09: Aber dann wissen Sie ja noch nicht wohin oder wie unterwegs!
00:22:12: Doch die Blumen
00:22:13: sind da tatsächlich auch vor Anlag.
00:22:15: Manchmal muss es den Vögeln niemand zeigen.
00:22:18: Es gibt auch andere Fälle, wie zum Beispiel du erinnerst dich vielleicht an diese... sehr herzigen Waldrappe, die sie jetzt wieder ausgewählert werden.
00:22:25: Da muss doch immer so die Forscherin in einem Leichtflugzeug zu vorne weg fliegen und den Vögeln einmal zeigen wo es lang geht?
00:22:31: Und dann wissen Sie's und können das wieder Ihren Nachkommen zeigen!
00:22:34: Das ist aber nicht immer notwendig.
00:22:36: manche Tiere wissen auch von allein wo es lange geht und außerdem nutzen sie um den Weg zu finden ganz viele unterschiedliche Informationsquellen unterwegs.
00:22:44: Sie nutzen den Stand der Sonne, des Mondes.
00:22:47: Sie nutzen die Sterne, sie nutzen Gerüche, Landschaftsstrukturen auch den Wind und dann können die Tiere was uns Menschen sehr schwer fällt manchmal wahrzunehmen.
00:22:56: Sie nutzen zum Beispiel auch Meeresströmungen.
00:22:58: Sie können polarisiertes Licht wahrnehmen Und viele Arten spüren sogar das Erdmagnetfeld und können es auch zur Navigation benutzen.
00:23:08: Ich fasse das mal so zusammen Die Tiere bewegen sich zwar durch dieselbe Welt wie wir Menschen Aber sie nehmen diese Welt oft ganz anders wahr.
00:23:16: Also das ist so, als würden Sie in einer anderen Dimension am selben Ort leben.
00:23:22: Diese Welt ist voller Information die für uns Menschen nicht wahrnehmbar sind weil unsere Sinnesorgane nicht dafür ausgelegt sind.
00:23:29: Genau und da wird die Tierwanderung für die Wissenschaft eben noch interessanter.
00:23:34: Die Frage ist ja was können wir aus diesen Wanderungsbewegungen lernen?
00:23:37: Und wenn so ein Tier auf Umweltinformation reagiert Dann steckt eben in seiner Bewegung auch eine Information, die wir nutzen können.
00:24:09: über das Erdsystem erfahren.
00:24:13: Er verfolgt Tiere überall auf der ganzen Welt, hängt Sender an ihre Helse und ihre Flügel an ihre Füße.
00:24:19: Am Elefanten ist es natürlich relativ einfach beim Schmetterling schon ein bisschen kompliziert aber auch das hat er hingekriegt denn er hat viele Sender große winzige aber wie gesagt vor allem viele.
00:24:27: Wir haben das gesamte System in Deutschland entwickelt auch gebaut Das großartige neue Satellitensystem das uns erlaubt wirklich mit den kleinsten Sensoren weltweit zu kommunizieren.
00:24:38: das sind dann eingramm.
00:24:40: Also die sind wirklich gerade mal so groß wie ein kleiner Fingernagel.
00:24:43: Die funktionieren ja lang auf dem Tier, auf dem Mauersegler zum Beispiel, auf einer Schwalbe wo wir auch wissen wollen warum gehen sie so stark im Bestand zurück?
00:24:51: Das ist eben sein Projekt Icarus!
00:24:53: Ich finde es so toll weil ich habe Martin kennengelernt vor fast dreißig Jahren in Panama als ich für meine Diplomarbeit und Doktorbeit im Regenwald geforscht habe.
00:25:03: Und Martin war da auch gerade zu gange und hat, glaube ich, Fledermäusen oder Schmetterlingen irgendwelche Sender aufgeklebt.
00:25:08: Damals hatte er schon vor dreißig Jahren die Vision an Tiere geklebt?
00:25:12: Ja, der hatte einfach diese riesige Vision, dass man doch viel mehr darüber rausfinden musste... ...und ich habe es bisher immer gerne weiter verfolgt.
00:25:20: wie toll dieses Riesenprojekt abgehoben hat muss man ja sagen!
00:25:24: Also die Grundidee ist möglichst viele Tiere mit so elektronischen Sendern oder Tags nennt er sie auch gerne zu auszustatten und dann die Position, Bewegung und noch viele andere Daten zu erfassen.
00:25:37: Und damit kriegt Tierbeobachtungen ja wirklich eine völlig andere Dimension!
00:25:40: Man muss sich nochmal erinnern wie das eigentlich immer lief in der Verhaltens-Beobachtung.
00:25:44: also früher hat man den Vogel mühsam eingefangen ihm ein Ring ans Bein gehängt und wenn man ganz viel Glück hatte Dann hat man diesen Ring irgendwo irgendwann wieder gefunden und das Ergebnis dieses ganzen Aufwandes waren dann zwei Punkte auf der Landkarte.
00:25:59: Also mehr wusste man da nicht.
00:26:00: heute kann man live ein ganzes Bewegungsprofil sehen.
00:26:04: Also wir wissen, woher das Tier kommt, wohin es unterwegs ist wie lange es unterwegs is, wie schnell welche Route und wo sich genau in diesem Moment jetzt gerade auffällt.
00:26:12: also da kann man dann eben Klimadaten- und Bewegungsprofile zum Beispiel übereinander legen und dann wird plötzlich sichtbar dass das eine was mit dem anderen zu tun hat.
00:26:22: und das erlaubt an ganz neue wissenschaftliche Schlussfolgerung.
00:26:25: Und vor ein paar Jahren ist Icarus tatsächlich ins All gestartet und zunächst haben sie mit der internationalen Raumstation zusammengearbeitet.
00:26:33: Das ist übrigens eine Abenteuergeschichte für sich, wie ihnen gelungen es ihren Empfänger auf die ISS zu bringen.
00:26:39: Er wurde irgendwie in Kasachstan mit auf die Rakete gepackt und dann mussten die Astronauten das in einem Weltraumspaziergang außen an den ISS anbringen.
00:26:48: Und dabei ist auch
00:26:49: noch...
00:26:50: Ja, und dann wussten Sie nicht welcher Stecker!
00:26:53: Es liest sich ganz irre.
00:26:54: Martin hat da auch ein Buch drüber geschrieben oder in seinem Buch kommt es vor.
00:26:58: also Kann ich euch sehr ans Herz legen, ist eine irre Geschichte.
00:27:00: Ja, im Jahr year two thousand twenty-two endete diese Projektphase weil ein deutsch-russische Raumfahrtkooperation dann irgendwie nicht mehr so
00:27:09: ausgerunden war?
00:27:10: Genau!
00:27:10: Jetzt funktioniert es aber mit neuen Satelliten und seit zwei tausend fünfundzwanzig gibt es wieder Icarus Empfänger im All und seit diesem Jahr Mai, seit zweitausend sechsund zwanzig mit Raven hat das Projekt sogar seinen ganz eigenen Satellit
00:27:27: From planet
00:27:28: Earth into the vast
00:27:30: reaches of space on a mission to unlock the secrets of life itself.
00:27:36: Arbeiten mehr als ein-tausendsechsundert Tierarten, mehr oder weniger freiwillig daran mit.
00:27:59: Das ist verrückt!
00:28:00: Ich meine, Tierarten?
00:28:01: Nicht Tiere.
00:28:02: Ein-tauendsechsundertierarten und liefern Milliarden Positions- und Verhaltensdaten.
00:28:07: Für die Tierbeobachtung bedeutet das nicht mehr wie früher, wie ich es noch gelernt habe – ab ins Tarnzelt sondern für Tierbeochtungen jetzt ab in die
00:28:15: Datenzentrale.".
00:28:16: Ja genau.
00:28:17: Weil ein Storch mit so einem Sender verräht ja nicht nur wo der Storich isst, sondern da bewegt sich er aufgrund dessen was er alles so wahrnimmt.
00:28:25: Er reagiert auf Wind, auf Temperatur, auf Nahrung, auf Wasser, auf Tiere, Menschen, Häuser, Straßen und vielleicht eben auch ganz viele Dinge die wir noch gar nicht verstehen!
00:28:35: Und Martin geht deswegen eben noch einen Schritt weiter.
00:28:39: Und zwar wenn wir Informationen von vielen Sensoren zusammenschalten dann wissen wir aus der Physik, aus der Chemie, aus anderen Wissenschaftsbereichen da gibt es neue herausspringende Systemeigenschaften Und die Tiere sind einfach die intelligentesten Sensoren, die wissen voneinander.
00:28:58: Wenn wir sie zusammenschalten dann haben wir ein neues Erdbeobachtungssystem das hoffentlich Sachen erkennen kann, den ich mir bisher nicht erkennen konnte.
00:29:06: Wer hat es jetzt verstanden?
00:29:08: So denken Wissenschaftler eben systemisch!
00:29:11: Interessant ist der Unterschied zwischen einem technischen Sensor und einem Lebewesen.
00:29:15: Ein Thermometer-Mist schließt sich nur die Temperatur, ein Barometermist nur den Luftdruck.
00:29:20: Aber ein Tier ist eben ein lebendes Wesen und es integriert eine Vielzahl von Umweltinformationen und reagiert eben darauf mit einem bestimmten Verhalten.
00:29:30: Also Tier ist nicht einfach nur ein Messgerät Es ist auch nicht einfach noch die Kombination von vielen Messgeräten.
00:29:35: Das könnte man ja auch noch technisch lösen.
00:29:37: Sondern wir reden hier von einem lebendigen Labor das sich selbst verändert Und an sich verändernde Umweltbedingungen anpasst.
00:29:44: Das is der Hammer!
00:29:45: Und dass so was funktioniert, dafür hat es ein paar hundert Millionen Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit gebraucht.
00:29:50: Die man kurz gefasst einfach nur Evolution nennt.
00:29:53: Und die hat eben die größte Datenbank des Planeten geschaffen und genau die will Martin anzapfen.
00:29:59: Das ist seine große Vision!
00:30:00: Und was ja auch sehr spannend daran ist finde ich ganz viele Tiere haben ja ganz besondere Wahrnehmungsfähigkeiten.
00:30:07: zum Beispiel ein Hund kann ja Sachen riechen, die wir überhaupt gar nicht wahrnehmen.
00:30:12: Ja, wie gesagt solche Sachen wie Erdmagnetfeld oder polarisiertes Licht die erweitern damit einfach total das Spektrum was wir Menschen dann wahrnehmen können.
00:30:22: Interessant ist vor allem dieses Forschungsprojekt weil es schon so lange läuft.
00:30:27: Martin hat schon so viele Daten dass über viele Jahre die Bewegungen verglichen werden können.
00:30:33: also Wann finden die Wanderungen statt?
00:30:36: Wo sind die Routen, wo haben die Tiere gerastet.
00:30:38: Wo überwintern sie, wo brüten Sie und weil sich die Tiere eben an veränderte Umweltbedingungen anpasst kann man aus den Wanderdaten eben auch diese Umweltveränderung ablesen.
00:30:50: Wir sehen das auch bei Kranichen zum Beispiel der Astermongolei kommen dann über Peking ungefähr über die Annapurna nach Pakistan fliegen.
00:30:59: Die vermeiden Zonen wo das Grund was da sehr stark zurückgegangen ist.
00:31:03: Wir sehen aber andersrum zum Beispiel, dass unsere Störche im Chat jetzt über Winter nicht mehr nach Südafrika fliegen.
00:31:09: Weil es im Chat an manchen Stellen feuchter geworden ist.
00:31:14: Die finden da besser Nahrung oder kommen auch mehr Heuschrecken aus dem Boden.
00:31:18: Also wir sehen da ganz massive Veränderungen vor allem in der europäischen Tierwelt wo südliche Arten nach Norden gehen viel weiter nach Norde dort dann auch Brüten bleiben.
00:31:31: Also wir sehen diese Echtzeit-Veränderungen in der Ökologie, der Welt.
00:31:38: Und dadurch messen wir den globalen Wandel eben nicht nur in Grad Celsius sondern für Künderveränderung live zu sehen.
00:31:45: Genau weil entscheiden für den Storch ist ja nicht die globale Durchschnittstemperatur, sondern für ihn es entscheidend wo finde ich Nahrung?
00:31:52: Wo finde ich Wasser?
00:31:53: Wo habe ich Brutplätze?
00:31:54: Wo sind meine Überlebenschancen am besten?
00:31:57: Ja und wenn Millionen Tiere aus verschiedensten Tierarten solche Entscheidungen treffen, wo lang wann wie?
00:32:02: dann entsteht ein komplettes Bild von der Veränderung des Planeten.
00:32:06: Noch spannender finde ich aber Sabine eigentlich... Ich mein Wenn Tiere Umweltveränderungen wahrnehmen die wir nicht wahrnehmen können Dann bedeutet das doch dass sie eventuell auch so eine Art Frühwarnsystem für Gefahren sein können also sowas für Krankheiten solchen Extremwetter oder Naturkatastrophen funktioniert das
00:32:22: Vogelgrippe, afrikanische Schweinepest, Rift Valley Fever, Ebola.
00:32:29: Das können wir möglicherweise alles über die Tiere erkennen und auch vorhersagen.
00:32:35: Naturerreignisse geht es los mit Windmessungen für den Wetterdienst.
00:32:40: Da machen unsere Störche jetzt mit.
00:32:42: Die verbessern den Wetterdienst also die Wettervorhersage.
00:32:46: Störchen
00:32:46: den Wettabericht verbessern.
00:32:47: ist das nicht cool?
00:32:48: Das wusste ich tatsächlich vorher nicht!
00:32:50: Tja, und hier ist das letzte Wort entscheidend.
00:32:53: Vielleicht können Sie das?
00:32:55: Bei Erdbeben wäre es falsch zu behaupten dass Tiere das Zuverlässig vorhersagen können.
00:33:01: aber das ist natürlich die große Chance, dass wir das verbessern und zukünftig solche Naturereignisse besser vorher sagen können.
00:33:10: Du warst mit Martin gerade auf Sizilien richtig bei den Ziegen.
00:33:14: Erzähl doch mal!
00:33:15: Ja,
00:33:15: es ist schon ein paar Monate her.
00:33:16: Also ich bin mit Martin nach Sizilien gefahren und was macht er da?
00:33:20: Auch das übrigens in diesem ARD-Film über Migration zu sehen am... ... am XXIII.
00:33:24: September.
00:33:24: Martin arbeitet dort also der Direktor für Verhaltensbiologie Max Planck Institut, arbeitet dort mit Ziegenhiltern zusammen und hängt den Ziegensender um.
00:33:32: Warum?
00:33:33: Weil diese Ziegen sich an dem Hang des Vulkanes Etna auf Sizilienne relativ frei bewegen.
00:33:38: Und der Humurt und bricht ja regelmäßig aus dieser Etna.
00:33:42: Und Martin hat also die Daten von diesen Ziegen wohllaufen, die hin kurz bevor es losgeht.
00:33:47: Dann legt er also die Ziegen-Bewegungsdaten über die Daten der seismischen Aktivitäten des Volkans und daraus versucht er dann Schlussfolgerung zu ziehen.
00:33:55: Aber ganz sichere Vorhersagen klappen bisher nicht.
00:34:00: Also gibt ja auch so praktische Probleme wie neuer Bauer bauten neuen Zaun, ziegen können da nicht mehr lang laufen.
00:34:05: Da gibt's viele praktische Schwierigkeiten aber das System ist fasziniert
00:34:09: Absolut.
00:34:10: Man geht nämlich davon aus, dass die Ziegen vielleicht vulkanische Gase ein bisschen riechen können bevor der Vulkan so richtig ausbricht.
00:34:18: und es gibt ja auch diese Meldungen das Erdbeben vor einem Tsunami sich irgendwo anders verhalten oder... Die Grundmähle
00:34:24: fanden, die vor dem Tsunamin weggelaufen sein sollen?
00:34:27: Genau genau!
00:34:28: So was gibt es?
00:34:29: aber wenn man das alles wissenschaftlich prüft kann man noch nicht Die letzten Schlüsse daraus ziehen, also Fakt ist ja es gibt Beobachtungen von ungewöhnlichen Tierverhalten vor einzelnen Naturereignissen.
00:34:42: Aber wissenschaftlich muss man sich immer fragen sind diese Muster reproduzierbar und sind sie tatsächlich häufiger immer vorherbeben?
00:34:50: Und können wir daher Vorhersagen daraus ableiten?
00:34:54: Tja eine nervöse Ziege macht noch keinen Vulkanausbruch
00:34:57: Genau, aber wenn tausende Tiere über Jahre systematisch beobachtet werden dann kann man solche Hypothesen mit so ganz großen Datensätzen wirklich gut testen.
00:35:06: Und das genau versucht ja Martin hinzukriegen.
00:35:09: er versucht sozusagen aus Anekdoten belastbare Daten zu machen.
00:35:12: Aber das hat ein praktisches Problem.
00:35:14: Man braucht dafür sehr viele Tiere und sehr viele Daten.
00:35:19: Das ergibt dann Milliarden Positionspunkte Mit multimilliarden Verhaltensinformation
00:35:27: Die künstliche Intelligenz hier jetzt helfen kann, weil sowas übersteigt ja wirklich die Fähigkeiten von einzelnen Menschen solche riesigen Datensätze.
00:35:35: Aber da können eben Algorithmen diese Datensetze nach widerkehrenden Mustern durchsuchen und auch finden.
00:35:42: Und während ich noch irgendwie einzeln im Baumwipfel hockte und Käfer gesammelt hat und alle einzeln gezählt habe...
00:35:48: Ja, während wir hier reden, gucke ich auf einst deiner Sammelboards wo seit Jahrzehnten aufgespießte Ameisen in deinem Biologi- Wie war das die Plume?
00:35:57: oder Doktorarbeit?
00:35:58: Das
00:35:58: ist die Doktorbeit und das ist meine schöne Referenzsammlung, wo hier Hundertzehn Arten an meiner Wand hängen.
00:36:04: Und mich immer freuen!
00:36:05: Aber Martin ist ja mal schon echt ein Next-Level...
00:36:07: Es ist wirklich eine digitale Revolution.
00:36:10: Wir haben jetzt zehn Milliarden Locationspunkte von Tieren, von one-tausend sechshundert Arten.
00:36:16: wir haben fünfzehn Milliarden Verhaltensweisen registriert Wo wir jetzt anfangen auch mit künstlicher Intelligenz auszuwerten Und wir versuchen jetzt eben wirklich, das zu verstehen was die Tiere machen und uns auch sagen können.
00:36:31: Und zwar durch diese künstlichen Intelligenzmethoden können wir jetzt das Verhalten nicht subjektiv als Menschen beschreiben sondern wir lassen es von der Elektronik beschreiben.
00:36:42: Damit sind wir zum ersten Mal in der Lage auch die individuelle Sprache also Körpersprache und richtige Sprache der Tiere zu verstehen.
00:36:52: eben nicht nur so, dass man sagt naja der Wahl schreit jetzt und da kann man irgendwas interpretieren sondern wirklich das Gesamtsystem hier, dass wir sagen so bewegt sich es in dieser Situation hat sie diese Lautäußerungen, diese Bewegungen.
00:37:07: Und damit können wir auch verstehen wie die untereinander kommunizieren und möglicherweise auch mit uns kommuniziert.
00:37:14: Das wird ein ganz großes Thema, ein richtig spannendes Thema wo wir möglicherweise Das gesamte Bewusstsein dieser belebten Natur besser verstehen.
00:37:24: Leute, das war gerade ein Satz zu mitschreiben!
00:37:28: Ich wiederhole es nochmal... ...das gesamte Bewußtsein der belebten Natur verstehen!
00:37:34: Wow!
00:37:35: Das ist mal eine große Sache!
00:37:37: Also Dr.
00:37:37: Doolittle in ganz ganz groß.
00:37:39: Aber es könnte ja nicht schaden, die Natur besser zu verstehen mitten in der größten Ökokrise der menschlichen Geschichte.
00:37:45: Ja und hier müssen wir natürlich auch noch unterscheiden das Erkennen von Bewegungs- und Verhaltensmustern ist auf jeden Fall ein ganz toller erster Schritt.
00:37:54: aber... Bis wir wirklich so was sind, alle diese Tierausdrucksformen zu interpretieren ist es schon noch eine lange Wanderung.
00:38:02: Apropos Schritte einer nach dem anderen.
00:38:05: also das machst du jetzt bitte gedanklich bitte eine schöne Kettenreaktion.
00:38:09: Tiere wandern!
00:38:11: Also hat die Evolution Orientierung entwickelt.
00:38:14: dabei nutzen Tiere Informationen aus der Umwelt, die wir Menschen teilweise nicht wahrnehmen können.
00:38:20: Das sind sozusagen übermenschliche Sensoren.
00:38:22: Wenn wir Tiere täcken, dann sehen wir ihr Wanderverhalten.
00:38:25: Und aus den Wanderungen können wir dann Daten machen und aus Millionen Wanderung sogar große Wandermuster.
00:38:31: Und diese Muster zeigen die Veränderung des Planeten Erde weil etwa der Klimawandel Lebensräume verschiebt.
00:38:37: auch Krankheiten verändern Verhalten.
00:38:39: vielleicht reagieren Tiere sogar auf Naturereignisse die technisch noch nicht messbar sind.
00:38:44: Künstliche Intelligenz wertet Milliarden Daten aus, die durch diese Signale reinkommen.
00:38:49: Dann wird aus der Tierbeobachtung eine Erdbeobuchtung.
00:38:52: Aus dem Storch wird ein Sensor, aus Tausenden Störchen werden Messnets ein Internet – der Tiere!
00:38:59: Ein völlig neues Erd-Beobachtungssystem.
00:39:02: Ja, Tierwanderung gehören eben zu den ältesten Strategien des Lebens und während wir uns früher vielleicht nur über diese Wanderungen gewundert haben können wir heute eben jede Menge draus lesen.
00:39:13: Und erkennen wie wenig Sapiens!
00:39:15: Wir Homo sapiens sind.
00:39:17: Das fährt mir übrigens ein, wir wussten früher nicht bis vor zweihundert Jahren oder so.
00:39:20: man hat sich bis vor zwei dreihundert Jahre gefragt wohin ziehen die Vögel eigentlich im Winter?
00:39:24: Die Störche zum Beispiel über die wir schon viel geredet haben und man dachte dass sie vielleicht unter Wasser unter zugefrorenen Sehen überdauern oder in irgendwelchen Höhlen.
00:39:33: also man hatte nicht die geringste Ahnung bis Kleinernektote Fanfekt am Rande Ein Storch gejagt und ausgestoppt wurde, der einen Pfeil quer im Hals stecken hatte.
00:39:43: Und dieser Pfeile stammte aus Afrika!
00:39:46: So hat man dann erst herausgefunden, dass die Störche tatsächlich im Winter nach Afrika ziehen und irgendein Storcher dabei pechen.
00:39:51: Der afrikanische Jäger hat ihn nicht abgeschossen, er hat es noch bis nach Deutschland geschafft aber da hat ihn ein heimischer Jägarblatt gemacht.
00:39:58: Aber so ist die Wissenschaft einmal vorangekommen
00:40:00: Und heute bauen wir Supercomputer und Satelliten und künstliche Intelligenz, um rauszufinden was der Storch schon lange wusste.
00:40:09: Der wusste das zwar aber er konnte es halt nicht sagen.
00:40:12: Aber dank Martin kann er jetzt bald vielleicht also die nächste Revolution der Erdbeobachtung.
00:40:16: Das sind dann keine Maschinen mehr wenn's nach Martin geht sondern Milliarden Sensoren Die über den Planeten laufen fliegen und schwimmen und durch die können wir mit der Erde viel lernen und Dann hoffe ich auch besser mit ihr umgehen.
00:40:28: Und damit geht unsere heutige gedankliche Wanderung auch zu Ende, aber wie jeder Zugvogel ja weiß.
00:40:34: Nach der Reise ist vor der Reis.
00:40:37: in vierzehn Tagen geht es wieder weiter mit einer neuen Folge der Kettenreaktion Ja, von unserer sechsten Staffel.
00:40:44: Jetzt das war die erste richtige Kettenreaktionsfolge nach der Sommerpause?
00:40:49: Aber auch noch nicht ganz!
00:40:50: Wir haben dann noch eine Sache in eigener Sache, liebe Leute.
00:40:53: Sabine und ich haben nämlich neue Freunde gefunden.
00:40:55: Ja genau und die werden uns von nun an ein ganzes Jahr lang hier in der Ketten-Reaktion begleiten und unterstützen.
00:41:02: Ihr wisst
00:41:03: unsere Ketten Reaktionen ist unabhängig.
00:41:05: wir gehören keinem Sender, keinem Verlag, keiner Firma oder Plattform.
00:41:08: Keiner kann Einfluss nehmen auf das, was wir hier machen.
00:41:11: Und es ist uns beide noch sehr wichtig.
00:41:13: Ja, sehr wichtig sogar!
00:41:14: Aber so unabhängig wie auch sind ein bisschen Geld brauchen wir trotzdem um die Kettenreaktion produzieren zu können.
00:41:20: Ja
00:41:21: und da wir euch nicht ständig mit irgendwelchen Spendenaufrufen auf die Nerven gehen wollen haben wir einen Werbepartner gesucht der uns nicht auf die nerven geht.
00:41:28: Der uns nicht stendlich rein quatscht und der auch nicht am anderen Ende der Welt ausbeute dass Klima versaut oder sonst wie Sachen macht dieser Bienen und ich doof finden.
00:41:36: also die Suche war schwierig kann man sagen
00:41:38: Ja und man kann auch sagen, wir haben nicht sie gefunden sondern Sie haben uns gefunden.
00:41:43: Und es freut uns total weil die sitzen hier bei uns in Bayern in München.
00:41:47: Die Firma heißt Polarstern und sie macht Ökostrom und zwar echten Ökustrom und die machen das aus Überzeugung.
00:41:54: Die sind nämlich ein Sozialunternehmen, also nicht nur auf Profit aus sondern die wollen tatsächlich was Gutes bewirken und unterstützen auch soziale Projekte, Energieprojekte und anderes auf der ganzen Welt.
00:42:04: Und abgesehen davon wir waren ja da und haben jetzt den Laden mal genauer angeguckt Sabine sind sich einfach nett!
00:42:09: Also da fühlt sich Werbung sogar für uns ganz gut an, also ab jetzt wird die Kettenreaktion von dem Ökostromanbieter Polarstern unterstützen.
00:42:16: In der nächsten Folge könnt ihr Anna an Florian, die Geschäftsführer hier kurz auch selbst mal hören!
00:42:21: Also eine tolle Kooperation?
00:42:22: Danke schön wir können jetzt auch weiter unabhängig von Sendern, Verlagen und Plattformen oder sonst irgendjemand über die Themen aus der Wissenschaft berichten, so wie Sabine und ich das gerne möchten.
00:42:51: Danke an euch, danke auch an unseren lieben Stefan Strüber der wieder das Sounddesign gemacht hat.
00:42:56: Also die harte Arbeit im Podcast.
00:42:58: Danke an dich lieber Dirk und mich.
00:43:00: wir machen.
00:43:01: Das hast du
00:43:02: noch nie gesagt!
00:43:03: Okay bevor die Sache jetzt im guten Sinne entgleist liebe Leute bis zur nächsten Folge.
00:43:07: Wir freuen uns auf euch.
00:43:08: Tschüss.
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